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ALLE JAHRE WIEDER …?
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Jedes Jahr am 31. Dezember wird im Fernsehen ein Film ausgestrahlt: „Dinner for One“. Immer wieder fragt der Butler Miss Sophie, deren 90. Geburtstag gefeiert wird, „Die gleiche Prozedur wie letztes Jahr, Miss Sophie?“ Und immer wieder antwortet sie: „Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr, James!“ |
Im Film macht diese Prozedur keinen Sinn mehr, da die Situation sich grundlegend geändert hat und die eingeladenen Gäste nicht mehr am Leben sind. Dennoch will Miss Sophie mit ihnen feiern und James muss die Fiktion aufrechterhalten. Im Film ist das eine ganz besondere Quelle des Humors, besonders wenn er über das Bärenfell stolpert. Wer den Film nicht kennt, sollte ihn unbedingt einmal – oder jedes Jahr! – anschauen.
Wie ist es aber mit Weihnachten? Jedes Jahr dasselbe? „Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr“? Wir treffen uns zu einem ausgiebigen Festessen mit den Verwandten, wir überbringen unsere Geschenke, vielleicht gehen wir sogar in die Kirche. Für viele ist der Heilige Abend mit Stress verbunden – Einpacken der Geschenke, Vorbereiten der Speisen, Tisch decken, Weihnachtsbaum schmücken. Und das, jedes Jahr! Auch für mich als Pfarrer ist es jedes Jahr dasselbe: Frühmesse, Kinderkrippenspiel, Christmette, Weinsegnung zu Johannes, Jahresabschlussgottesdienst zu Silvester.
Die Gefahr ist, dass wir dies alles tun ohne nachzudenken. Es ist eben „die gleiche Prozedur wie jedes Jahr“. Aber das sollte Weihnachten nicht sein!
Weihnachten ist eine Aufforderung an uns: Überlege, was du tust! Überlege, was dieses Fest eigentlich bedeutet! Es darf nicht – wie im Film „Dinner for one“ – zu einer Fiktion werden. Weihnachten muss
eine Wirklichkeit sein, die uns tatsächlich so berührt, dass wir anders werden – und nicht nur zur Weihnachtszeit!
Im kommenden Jahr wird in München der ökumenische Kirchentag stattfinden. Aus diesem Anlass wird es in St. Michael keinen Silvestergottesdienst geben. Die Gemeinde der Offenbarungskirche lädt uns alle zur Jahresabschlussandacht um 17.30 Uhr am 31. Dezember in die Offenbarungskirche ein. Gemeinsam mit unserer evangelischen Nachbargemeinde wollen wir Gott danken und ihn um seinen Segen für uns alle im kommenden Jahr bitten.
Pfarrer Dr. Brian McNeil
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Frohe Weihnachten
und ein gesegnetes Neues Jahr 2010
wünschen Ihnen
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Dr. Brian McNeil
Richard Braun
Pfarrer Diakon
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Cornelia
Eigner Nicolas Gkotses
Gemeindereferentin Gemeindeassistent
alle
Mitarbeiter/innen des Pfarrbüros
und das Redaktionsteam des Pfarrbriefes