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Pfarrbrief-Archiv  

Pfarrbrief St. Michael
Liturgisches Stichwort

 

Firmung

Im Jahr 2009 wurde in unserer Gemeinde das Sakrament der Firmung siebenmal gespendet. Beginnen wir mit unserem jüngsten Firmling! Im November taufte und firmte der chaldäische Pfarrer ein Baby in St. Michael. Die chaldäische Kirche ist eine uralte östliche Kirche, die seit vielen Jahrhunderten mit der katholischen Kirche vereint ist. Ihr Patriarch wohnt im Irak. In allen östlichen Kirchen, seien diese katholisch oder orthodox, wird die Firmung gleich im Anschluss an die Taufe gespendet.

Im gleichen Monat war der Altabt von Schäftlarn zweimal bei uns. So viele Jugendliche wollten das Sakrament der Firmung empfangen, dass zwei Feiern notwendig waren. Bei solchen Anlässen ist St. Michael zu klein! Viermal durfte auch ich die Firmung spenden. Zweimal, im März und im August, wurden Erwachsene getauft und gleich danach gefirmt.

Und zweimal, im Juni und im September, konvertierten Erwachsene, die als Kinder in einer nichtkatholischen Gemeinde getauft worden waren, zur katholischen Kirche. Anlässlich der Konversion empfingen sie das Sakrament der Firmung.

Insgesamt also empfingen über 100 Personen dieses Sakrament bei uns im Jahr 2009. Grund genug, zu fragen: Was bedeutet die Firmung?

Der Ritus der Firmung ist sehr schlicht – aber feierlich. Nach einem Gebet für die Firmlinge zeichnet der Firmspender mit dem Chrisam auf die Stirn des Firmlings ein Kreuz. Dabei sagt er: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmling antwortet: „Amen.“

Die Firmung ist die Besiegelung oder Bekräftigung dessen, was in der Taufe geschah. Als wir getauft wurden, empfingen wir den Heiligen Geist. Wir empfingen Gottes eigenes Leben. Bei der Firmung bekräftigt Gott die Gabe, die er uns gegeben hat. Und mit unserem „Amen“ bekräftigen auch wir diese Gabe. Das hebräische Wort „Amen“ ist unser „Ja“ zu Gott.

Wir wollen für alle beten, die im Jahr 2009 dieses Sakrament in unserer Pfarrei empfangen haben, dass sie aus der Fülle der Gaben des Heiligen Geistes leben und die Freude am Glauben immer mehr entdecken.

 

Pfarrer Dr. Brian McNeil