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  Orgelrenovierung

Kunst und Kultur:
Die Kirchenrenovierung von St.Michael

Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen schuf der geniale Baumeister Johann Michael Fischer ein Meisterwerk des Spätbarock, das in keinem Werk der Kunstgeschichte fehlt. Bei der Statik ging er bis an die Grenzen des technisch möglichen. Das Deckengewölbe im Zentralraum (19 m) ist das größte frei tragende in Süddeutschland. Auch die Deckenfresken stammen von keinem Geringeren wie Johann Baptist Zimmermann, die Skulpturen sind eine Schöpfung von Johann Baptist Straub. 252 Jahre haben Menschen in diesem Gotteshaus das Lob Gottes gesungen und ihre Sorgen aber auch Freuden vor unseren himmlischen Vater getragen. Viele Menschen empfingen dort die Taufe und die erste heilige Kommunion, wurden gefirmt oder gaben sich das Ja – Wort. Bis heute finden sich während des ganzen Tages immer wieder Menschen dort ein, um in aller Stille Zwiesprache zu halten.

Der Zahn der Zeit

Doch die Zeit ging nicht spurlos an dem Meisterwerk vorbei. Immer wieder mussten Handwerker aufs Dach um Schäden zu richten. Weil in jüngster Zeit neue Risse in den Fresken auftraten untersuchte man alle Dachwerke, die Spantengewölbe und das aufgehende Mauerwerk. Die Untersuchungen förderte vieles zu Tage: zahlreiche Sparrenfüße und Zerrbalkenköpfe waren durch Pilze zerstört, viele Reparaturen zeigten erneut Schäden, auch die Dachdeckung hatte manche Lücke. Neben diesen Schäden zeigten sich jedoch auch große Mängel: das Bauwerk war zu weich. Die Dachfüße hatten sich nach außen geschoben, die Gesimse waren gelockert und das Gewicht der Dachwerke lastete auf den Gewölben. Offensichtlich war die kühne Konstruktion von Johann Michael Fischer nicht so stabil wie erhofft.

Renovierungsmaßnahmen

Nun werden in einer umfassenden Gesamtinstandsetzung alle geschädigten Hölzer repariert oder verstärkt. Traditionelle Handwerkstechniken der Blattungen und Verzapfungen mischen sich mit modernen Verbindungen in Stahl. Das „weiche“ Dachwerk wird mit zusätzlichen Holz-Fachwerken und Stahl-Verspannungen ausgesteift. Auch die ausladenden Gesimse der Dachtraufen werden nach historischem Vorbild wieder hergestellt, jedoch im Inneren mit Edelstahlanker zusätzlich gesichert.
Gerüste im Innenraum sollen mögliche Gefährdungen des Bauwerks während der Dacharbeiten und zur Sicherheit der Gottesdienstbesucher dienen. Die dunklen Freskenteile sind obendrein auch noch von einem Pilz befallen. Im Moment untersuchen die Experten, ob eine Reinigung ein befriedigendes Ergebnis bringt oder ob eine Innenrenovierung notwendig wird.
An der Westfassade (Türme) gibt es große Schäden durch Wind und Wetter, Putzteile drohen herab zu fallen. Feuchtigkeit steigt aus den Fundamenten in die Wände. Mit einem Betonsockel wollte man Anfang des neunzehnten Jahrhunderts die Fassade schützen, verhinderte aber dadurch auch das Austreten von Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk. Im Laufe der Zeit wurde die Fassade immer stärker durchfeuchtet. Ein feuchtigkeitsdurchlässiger Kalkputz soll hier Abhilfe schaffen.

Unsere Bitte

Die Pfarrgemeinde ist zu Recht stolz auf ihre Pfarrkirche und dieses einmalige Bauwerk. Die Erhaltung und Pflege ist ihr anvertraut und auch Verpflichtung. Den Großteil der Kosten trägt Gott sei Dank die Erzdiözese. Doch schon jetzt ist abzusehen, dass bei der Innenrenovierung die Pfarrei einen Teil der immensen Kosten wird übernehmen müssen.

Sehr herzlich bitten wir Sie schon jetzt um Ihre Hilfe, damit dieses Kleinod wieder in altem Glanz erstrahlen kann.
Spenden (beim Finanzamt abzugsfähig!)

Sonderkonto 30 21 44 557 Liga-Bank BLZ: 750 903 00

Allen Spendern jetzt schon ein herzliches „Vergelt´s Gott“!
 

Josef Fußeder, Kirchenpfleger