Home
Gottesdienste
Aktuelles/Termine
Pfarrbrief-Archiv
Leitung der Pfarrei
Pfarrbüro
Kirchenverwaltung
Pfarrgemeinderat
Gruppen/Projekte
Kunst und Kultur
Erzbruderschaft
St. Michael
Renovierung 1
Renovierung 2
Renovierungstagebuch
Pfarrarchiv - Auszug
St. Stephan
Spendenstand
  Orgelrenovierung

Kirchenrenovierung von St. Michael
Kunst und Gegenwart in St. Michael

Was hat sich getan / und was ist noch zu tun
bei St. Michael und St. Stephan:

22.9.2008

Berg am Laim feiert das Patroziniumsfest in Sankt Michael

Obwohl die Seitenaltäre, die Kanzel und der Hochaltar noch eingerüstet sind, soll das Patrozinium in diesem Jahr ein besonderes Pfarrgemeindefest werden. Denn die Kirchenrenovierung hat einen großen Schritt nach vorne gemacht. Am Marienaltar konnte das Gerüst bereits wieder entfernt werden. Das Altarbild und der vergoldete Zierrat sind fertig gestellt, auch die beiden Apostelfiguren stehen wieder auf ihrem angestammten Platz. Die gesamte Predella (Sockel des Altaraufsatzes) wurde entsprechend der Urfassung mit Schlagmetall versehen und hat damit die alte höfische Ausstrahlung. Der Marienaltar dient nun als Referenzaltar für alle weiteren Altäre. Die marmorierten Flächen aller Altäre werden noch mit einem Naturharzlack konserviert, der in mehreren Schichten aufgetragen wird. Eine Fertigstellung dieser Altäre bis Ende 2008 erscheint möglich.

Beim Hochaltar allerdings sind bei den Restaurierungsarbeiten unvorhersehbare Überraschungen aufgetreten, die aus seiner Geschichte und der Zerstörung im zweiten Weltkrieg resultieren. Das Leben schreibt eben doch die interessantesten Geschichten. Spannendere, als sie eines Menschen Phantasie je erdenken könnte.

Doch nicht nur im Leben eines Menschen oder einer Familie, sondern auch im Leben einer Pfarrgemeinde ereignen sich im Laufe der Zeit viele Geschichten. Ein großer Kranz von ihnen rankt sich um die Katholische Stadtpfarrkirche St. Michael in Berg am Laim:

Von ihrer Entstehung als repräsentative Hofkirche vor über zweihundert Jahren; über die Zeit der Säkularisation, als sie zur einfachen Pfarrkirche degradiert wurde; zu ihrer Funktion als Klosterkirche für die Barmherzigen Schwestern bis hinein ins 20. Jahrhundert, in der sie ihren Status als Pfarr-, Ordens- und Bruderschaftskirche wieder erlangte; von den Luftangriffen im zweiten Weltkrieg und deren Folgen bis in unsere heutige Zeit.

Die Geschichte der Pfarrkirche ist zugleich Teil der Geschichte der Menschen, für die sie gebaut wurde. Denn wie sich die Menschen einer Familie in ihrer Wohnung zusammenfinden, um die Mahlzeiten einzunehmen, miteinander zu lachen, zu weinen oder zu diskutieren, kommen die Mitglieder einer Pfarrgemeinde in ihrer Pfarrkirche zusammen. Hier wird gemeinsam die Messe gefeiert, man singt und betet zusammen und begeht die Hochfeste des Kirchenjahres. Auch persönliche Höhepunkte im Lebens, wie die Taufe eines Kindes, Kommunion oder Hochzeit und nicht zuletzt der letzte Gang eines Menschen führen nochmals dorthin.

Für andere stellt die Kirche eine stille Oase im Großstadttrubel dar, einen „Ort der Kraft“, in dem sie zur Ruhe kommen können. Ein Kerzchen anzünden, alleine in einer Bank sitzen,  stille Zwiesprache mit Gott halten, ihm die eigenen Nöte und Anliegen anvertrauen. Und sich getröstet fühlen, auch von den Geschichten und Legenden rund um den hl. Michael, die in Decke und Altarbild so meisterhaft dargestellt sind.

Auf diese Weise identifizieren sich die Menschen mit ihrer Pfarrkirche, entwickeln eine enge Bindung und Liebe zu ihr.

Und so, wie alle zusammen helfen, wenn zuhause ein Blitz eingeschlagen hat, um die Wohnung so schnell wie möglich wieder instand zu setzen, so solidarisieren sich die Menschen auch mit ihrer Pfarrkirche.

Die Geschichte vom Granateneinschlag in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieg gehört zu den aufregendsten und spricht für sich. Bereits am Morgen danach machten sich die Frauen und Mädchen daran, die Bruchstücke und Splitter des getroffenen Hochaltars zusammenzulesen. Und eine Woche später, als Stadtpfarrer Dr. Carl Graf die Gemeinde zum Wiederaufbau des Hochaltars und zur Renovierung der Kirche aufrief, trafen die ersten Spenden ein. Baumeister, Künstler, Handwerker und Bürger aus Berg am Laim und den umliegenden Gemeinden begannen mit den Renovierungsarbeiten.

Über die Geschichte des Hochaltars, seine Zerstörung im Jahr 1945 und die laufenden Restaurierungsarbeiten in St. Michael
berichtet Herr Dr. Jocher,
Ordinariatsrat und Kunstreferent
des Erzbischöflichen Ordinariats München:

Der Hochaltar in St. Michael in Berg am Laim stellt mit dem Gemälde des Patrons und dem Tabernakel inhaltlich und formal den Höhepunkt des einzigartigen Gesamtkunstwerkes der St. Michaels-Kirche in Berg am Laim dar.

1767 von Johann Baptist Straub geschaffen, hat das Retabel zum Mittelpunkt das 1694 von Andreas Wolf ursprünglich für die Schlosskapelle der Josephsburg verfertigte, durch Franz Ignaz Oefele für seinen jetzigen Anbringungsort vergrößerte Gemälde „Triumph des hl. Michael“.

Das bisherige Restaurierungskonzept für den Altaraufbau sah vor, nach Abnahme des geschädigten Überzugs Retabel und Gemälde zu reinigen, zu retuschieren und schließlich auf beidem einen neuen Überzug aufzubringen. Ergänzende Befunde während der laufenden Maßnahme aber haben ein Schadensbild ergeben, das eine erweiterte Herangehensweise erfordert.

Das Schadensbild resultiert vordringlich aus einem Granateneinschlag 8 Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs; Stadtpfarrer Dr. Carl Graf beschreibt die Zerstörungen am Hauptaltar: „Ein etwa 7 Meter im Umkreis großer und 1 ½ Meter tiefer Trichter – die Epistelseite des Altares völlig zertrümmert, das Altarbild total zerfetzt, die beiden Säulen gänzlich zersplittert [...]".

Restaurierungen 1945 und in den 1980er Jahren orientierten sich an der Erstfassung des Altars, wenngleich die Dichte von deren Malschichtoberfläche sowie der Pinselduktus dabei nicht wiederhergestellt wurden. Die Erstfassung scheint nur noch an wenigen Stellen in reduzierter Form durch.

Das neue Konzept für die Altarrestaurierung soll sich der Qualität der Erstfassung annähern: Ziel ist, die geschlossene Oberfläche der relativ dickschichtigen, zweilagig überzogenen Erstfassung zu erreichen. Dies betrifft v.a. das südliche, seinerzeit „gänzlich zersplittert[e]" Säulenpaar, an dem sich natürlich keine Reste der Erstfassung mehr finden. Die erweiterte Maßnahme wird das Erscheinungsbild des Hochaltaraufbaus im Sinne des 18. Jhdts. deutlich aufwerten, verlangt aber mehr Zeit und Aufwand.

Stimmig zur Fassung der Altararchitektur ist dann das Altargemälde zu entwickeln. Da die Basis für die Fassung der Altararchitektur deren Entstehungszeit ist, soll auch für die Restaurierung des Gemäldes das Jahr 1767 grundlegend sein. Daher müssen die Spuren späterer Überarbeitungen – des 19. Jhdts. und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg – zuerst beseitigt werden, bevor Retuschen gemäß Oefele beginnen können.

Die Sichtbarmachung des Oefeleschen Charakters des Gemäldes bedarf äußerst detaillierter restauratorischer Arbeiten, weswegen auch hier mit deutlich mehr als den bisher veranschlagten Aufwendungen gerechnet werden muss.

Die geplante tiefgreifende Maßnahme am Hochaltarretabel unterscheidet sich von den etwas zurückhaltenderen Maßnahmen an den Seitenaltären. Wie eingangs aber bereits erwähnt, ist der Aufbau das zentrale Ausstattungsstück von St. Michael. Hier bündelt sich der gesamte Raum, hier ist das Ziel erreicht, hier wird sichtbar und erfahrbar, dass Berg am Laim unter dem Schutz des hl. Michaels – dessen Segenswirkung ja in den Deckenbildern erzählt ist – steht und dass hier Christus selbst im Tabernakel gegenwärtig ist.

Daher ist es entscheidend notwendig, dass der Hochaltar im Aufbau des Retabels und in seinem zentralen Altarbild gestalterisch und ästhetisch sinnlich diese zentrale Funktion auch sichtbar, wahrnehmbar werden lässt – vereinfacht gesprochen: der Hochaltar darf nicht weniger „schön" werden als der übrige Raum. Darum wird derzeit gerungen, darauf werden derzeit alle Kräfte hin ausgerichtet. Wir hoffen, dass auch diese Maßnahme gelingen möge mit dem notwendigen Einsatz und dem fachlichen Können der tätigen Restauratoren.

Die Gesamtrestaurierung von Berg am Laim war und ist immer noch eine schwierige Aufgabe mit allerlei vorhersehbaren, aber vor allem auch überraschenden Klippen. Immer wieder waren und sind wir alle, die wir versuchen die Maßnahme mit bestem Wissen und Gewissen zu betreuen, ratlos, unsicher und müssen um die richtige Lösung ringen. Bislang scheint dies einigermaßen gelungen zu sein.

Ich hoffe, dass wir mit der fortgeführten intensiven Unterstützung der Pfarrei auch bei der Restaurierung des Hochaltares mit seinen unvorhersehbaren Schwierigkeiten der Aufgabenstellung gerecht werden können.

Unsere Pfarrkirche Sankt Michael ist eine der prachtvollsten und bedeutendsten Sakralbauten Süddeutschlands. Die Innenausstattung gilt als ein Hauptwerk des süddeutschen Rokoko. Damit haben wir in Berg am Laim nicht nur ein wunderschönes Kleinod des Rokoko, sondern auch die Verantwortung, dieses Erbe unversehrt an unsere Kinder weiterzugeben. Damals wie bei der heutigen Restaurierung verschlingen die notwendigen Arbeiten viel Geld und damals wie heute geht es nicht ohne die tatkräftige Mithilfe der Menschen von Berg am Laim. Helfen Sie mit, jeder auf seine Weise, das Erbe unserer Vorväter im alten Glanz neu erstrahlen zu lassen.

 

Wichtiger als alles Geld allerdings ist die Liebe:

  • Die Liebe der Künstler und Handwerker, die sich mit viel Hingabe und Sorgfalt um jedes Detail kümmerten und kümmern.
  • Die Liebe und Leidenschaft, mit der sich die Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege bei den Restaurierungsarbeiten einbringen.
  • Die Liebe der vielen Ehrenamtlichen aus Berg am Laim, die sich selbstlos mit Kopf, Herz und Händen einsetzen.
  • Und nicht zuletzt die Liebe der Menschen zu ihrer Pfarrkirche – eine Liebe, die von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird, damit die nachfolgende Generation ebenso gerne wie sie dieses Erbe annehmen und pflegen wird.

Doch leider geht es auch in diesem Fall nicht ohne finanzielle Unterstützung. Das tatsächliche Ausmaß der Zerstörung des Hochaltars im Jahr 1945 konnte erst durch seine Einrüstung voll erkannt werden. Bei der großflächigen Untersuchung wurden erhebliche Schäden festgestellt. Die Kosten für die Restaurierung sind im erforderlich werdenden Umfang im bisherigen Finanzplan nicht enthalten. Deshalb bitten wir Sie herzlich um Ihre Mithilfe, die wir auch wieder in Form von Patenschaften anbieten. Die Handhabung hierfür können Sie dem Spendenaufruf in der Vorhalle unserer Pfarrkirche entnehmen.

Und wenn es Ihnen möglich ist, ein Scherflein für die zusätzlich erforderlich gewordenen Restaurierungsarbeiten am Hochaltar beizutragen, würden wir uns – und natürlich vor allem der hl. Michael – sehr darüber freuen.

Über den Stand der Renovierung des Hochaltars wird die Kirchenverwaltung, zusammen mit den Restaurierungswerkstätten des Landesamtes für Denkmalpflege, im Rahmen der Feier des Patroziniums informieren.

 

Termine am Tag des Patroziniums:

Sonntag, 28.9.2008,    10.30 Uhr:       Festgottesdienst mit Prozession

                                   14.15 Uhr:       Orgelkonzert mit Trompete

                                   15.00 Uhr        Führung „Restaurierung

                                   16.00 Uhr        Feierliche Vesper

Im Anschluss an den Festgottesdienst findet auf dem Kirchenvorplatz die Michaelidult mit Essen und Trinken und vielen Marktständen statt. Für die Kinder gibt es nicht nur eine Hüpfburg, auch Spiele, ein Kasperltheater und eine Tombola sind geplant.

Zu einem Besuch der Feierlichkeiten zum Namenstag des Hl. Michael lädt die Pfarrgemeinde ganz herzlich ein.

Spendenkonto:

Sonderkonto 30 214 45 57 der Liga-Bank BLZ 75090300
 

Allen Spendern jetzt schon ein herzliches „Vergelt´s Gott“!

Text von Monika Hanna

21. 8. 2007

Information des Erzbischöflichen Kunstreferates zum derzeitigen Stand der Renovierung.

Die Restaurierung von Wand, Stuck, Stuckmarmor, Deckenbildern sind nun schon wieder seit beinahe einem Jahr abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Innenrestaurierung stehen nun die Restaurierung/Konservierung aller Altäre, Skulpturen und Gemälde an.

Sicherlich wird vermehrt festgestellt oder - vielleicht auch grübelnd, sich wundernd oder auch ärgerlich - nachgefragt, warum denn derzeit so gar nichts zu passieren scheint.

Um diese Fragen versuchsweise zu beantworten oder auch einem möglichen Ärger vorzubeugen, sei im Folgenden kurz über Sachstand und weiteres Vorgehen informiert.

Es ist wie beim Arzt. Der Patient - Wand, Stuck, Deckenbilder - ist bereits behandelt. Nun aber sind die neuen Patienten - Altäre, Skulpturen, Altar-gemälde - an der Reihe.

Wie beim Arzt muss zunächst nur konstatiert werden, dass es Beschwerden gibt, "Magenweh" beispielsweise. Und dann beginnt zunächst eine langwierige Untersuchung, damit überhaupt die Krankheit definiert werden kann - woher kommen die "Magenschmerzen" - um so dann erst eine richtige Behandlungsmethodik zu entwickeln. Das kann beim Arzt manchmal sehr aufwändig sein, da ja Magenschmerzen nicht unbedingt nur vom Magen herkommen können also unterschiedlicher Natur sind.

So ist das bei uns und unseren Altären genauso. Da muss zunächst untersucht werden, wie es sich mit der jetzt sichtbaren Fassung verhält, ob sie in Ordnung ist, wie stark sie verschmutzt ist, ob sie tragfähig ist, ob sie zur Raumschale noch passt, ob sie ganz anders ausgesehen hat, wie sie aufgebaut ist ,usw. Dasselbe gilt für die Skulpturen und Gemälde. Das sind Arbeiten, die man nicht sieht - wie beim Arzt, wenn er untersucht, ist damit die Behandlung noch nicht eingeleitet, sind die Beschwerden nicht behoben. Obwohl man ständig beim Arzt sitzt, werden die Magenschmerzen nicht besser. So laufen derzeit mit Hochdruck die Untersuchungen an den genannten Ausstattungen und wir kennen nun die Befundsituation, haben im groben das Konzept festgelegt und sind kurz davor, über Ausschreibung und Wettbewerb die Vergabe der Arbeiten in die Wege zu leiten, an deren Ende hoffentlich der "Arzt" (Restaurator) gefunden sein wird, der "Preis-wert"  die Arbeiten ausführt (also den Arzt zu finden, der nicht pfuscht, sondern die Beschwerden tatsächlich heilt und das ist jedem Patienten auch den entsprechenden Preis wert).

Wir haben also im Erzbischöflichen Baureferat und im Erzbischöflichen Kunstreferat zusammen mit dem bauleitenden Architekten und allen anderen Beteiligten, insbesondere der Kirchenverwaltung, in den letzten Monaten nicht geträumt, sondern diese aufwändigen Arbeiten durchgeführt, so dass jetzt im Prinzip klar ist, mit welcher Konzeption die Maßnahmen ausgeführt wird. Oft ist es ja so , dass man beim ersten Hinschauen nicht unbedingt die Notwendigkeit des Handelns erkennt. Das war auch in Berg am Laim so. Vor der Restaurierung von Wand- und Deckenbildern hat ja fast niemand von der Notwendigkeit einer umfassenden Maßnahme an der Ausstattung gesprochen, vor allem nicht in der Pfarrei. Jetzt aber erkennt man erst auch optisch im Vergleich, wie dreckig die Altäre sind.

Um im Bild zu bleiben: wir kennen jetzt die Schäden, erkennen die Ursachen, kennen die Schwachstellen, haben ein Rezept zur Behandlung gefunden. Aber jetzt zu meinen, dass es sofort losgeht, ist doch nicht richtig. Denn jetzt ist die Zeit der "Krankenkasse", "Versicherung", usw. angebrochen; d.h. die Zeit, nun auch die notwendigen Verwaltungsfragen und -aufgaben richtig zu bewältigen. Es gibt die Neuordnung des Kirchlichen Bauwesens und deren Regularien sind auch in Berg am Laim einzuhalten; d.h. es geht um die Erarbeitung von Leistungsbeschrieben zur Vorbereitung der Ausschreibung, die Ausschreibung der Arbeiten, Vergabeverhandlungen, Antragsstellung und Antragsverwaltung, die Phasen einer Maßnahme, in der man in einer Pfarrei immer am wenigsten sieht, aber in der wir in den Fachreferaten des Ordinariates uns fast am meisten mit den Maßnahmen beschäftigen, aber eben halt für die Pfarrei unsichtbar am Schreibtisch. Derzeit mit besonders hohem Nachdruck, obwohl es auch urlaubsbedingte Unterbrechungen gibt.

Konkret - aber "ohne Gewähr":

  • Vorhalle:
    Wiederherstellung der Raumschale bis Patrozinium 2007,
    Ausstattung Fertigstellung bis Ende 2007
    Konzepteinigung vorausgesetzt
  • Anschließend: Reinigung der Orgel möglich
  • Zentralraum:
    Mauerdurchbrüche und Ausbau von Halterungen mit kompletter Wiederherstellung der Raumschale auch in Sockelzone
    bis Jahresende 2007
    (je nach Beschlusslage: auch Wiederherstellung der Säulenbasen)
  • Ausstattung: Ausschreibung und Vergabe Herbst 2007
    Bearbeitung Hochaltar und Oratorien Fertigstellung Frühjar 2008 (evtl. Ostern);
    Fertigtellung südlicher Seitenaltar, südliche Diagonalaltäre und Kanzel bis Sommerpause 2008;
    Fertigstellung nördlicher Seitenaltar, nördliche Diagonalaltäre und Gitter bis Ende 2008 (wenn möglich sogar bis Patrozinium 2008); Voraussetzung: Konzeptvereinbarung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege bleibt.
  • Sakristei:
    Wiederinbetriebnahme Ostern 2008
  • Emmauskapelle:
    Vorgesehen Fertigstellung Patrozinium 2008
  • Weiteres: Gestühl, Beichte, Neugestaltung usw. abhängig von Beschlussfassung.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Norber Jocher
Ordinariatsrat
Kunstreferent

 

Weihnachten 06

400.000 Euro für St. Michael

  • Die Renovierung der Raumschale ist abgeschlossen.
  • Die Gottesdienste finden wieder in der Pfarrkirche statt.

Mit einer beispielhaften Spendenaktion haben viele Menschen aus Berg am Laim und weit darüber hinaus ihren Beitrag zur Erhaltung von St. Michael geleistet. Träumten die Mitglieder des Arbeitskreises St. Michael anfangs davon in 2 Jahren Paten für das Deckenfresko des Zentralraumes zu finden, so wurden diese Erwartungen weit übertroffen.

Schon nach 18 Monaten war es soweit und der Startschuß für das zweite Deckenfresko konnte gegeben werden. Auch da sind nur noch 40 Felder frei. Die Barmherzigen Schwestern haben dankenswerterweise die Patenschaft für das Hochaltarfresko übernommen und auch die Patenschaft für den Hochaltar selbst.

Zu diesem großen Erfolg haben sicher auch die vielen Aktionen ihren Beitrag geleistet. Bei 28 Baustellengerüstführungen haben in elf Monaten fast 1000 Menschen aus Berg am Laim und weit darüber hinaus die Fresken aus der Nähe betrachten können. Fast 7000 Euro trug der Kalender: „Der Himmel über Berg am Laim“, aus dem Volk–Verlag bei. Ein Jazz-Benefiz-Konzert mit den Hot Lips, eine Orff–Lesung mit Rupert Rigam und viele andere Aktionen schufen ein breites Bewusstsein für den Wert unserer Pfarrkirche. Wichtig war sicher auch die Präsenz in den Medien: das bayerische Fernsehen berichtete, die Tagespresse informierte laufend über den Baufortschritt und die Leser des Hallo waren am besten informiert: Über 40 Artikel druckte das Hallo dankenswerter weise ab.

Auch während der Bauzeit war die Kirche immer offen, damit Menschen dort in Stille vor ihren Herren treten konnten. Viele Kerzen brannten und legten ein starkes Zeugnis ab. An einem Bauzaun waren dort auch immer die neuesten Informationen, damit alle Interessierten sich ständig informieren konnten.

Neben dem Engagement für die Pfarrkirche musste völlig unvorhergesehen Weise dann auch noch der Kirchturm von St. Stephan saniert werden, weil ein Sturm Teile des Kupferbleches der Turmverkleidung gelockert hatte. Auch hier wurde in einem halben Jahr gut die Hälfte der Eigenleistung gespendet.

Die Arbeiten an der Raumschale sind fast abgeschlossen. Seit dem Patrozinium können auch wieder die Sonntagsgottesdienste in der Pfarrkirche gefeiert werden, die Werktagsgottesdienste finden weiterhin in St. Stephan statt, damit die Restarbeiten zügig vorangehen. Zurzeit wird die Ausstattung genau untersucht, die weitere Vorgehensweise bei der Renovierung festgelegt und die Ausschreibung der Arbeiten an den Altären, den Figuren und am Gitter vorgenommen. Selbstverständlich werden auch liturgische Ausstattung und die Kirchenbänke nicht vergessen. Kniebankpolster sind geplant!

Nach den Restarbeiten im Innenraum, die im Jahr 2007 fertig werden sollen, ist dann 2008 die Renovierung der Westfassade geplant. Dort sind größere Schäden durch Wind und Wetter, aber auch durch Tauben, die dringend behoben werden müssen. Gleichzeitig beschäftigen sich die Fachleute mit der Emmauskapelle und der Sakristei.

Der Weg ist noch weit! Sie sind auch weiterhin gefragt. Die Kirchenverwaltung bittet Sie um Ihre Hilfe, damit dieses Kleinod wieder in altem Glanz erstrahlen kann: Bitte überweisen Sie auf das Sonderkonto 302144557 Liga-Bank BLZ: 75090300 oder geben Sie Ihre Spende im Pfarramt, Josephsburgstrasse 24 ab.

Weihnachten 06

Kirchturm St. Stephan Weihnachten 2006

  • Die Arbeiten sind abgeschlossen.

  • Große Spendenbereitschaft.

  • Doch die Schulden drücken noch.

Im Herbst 2004 lösten sich bei einem starken Herbststurm Bleche von der Turmabdeckung und drohten herab zu fallen. Der Höhenrettungstrupp der Berufsfeuerwehr München sicherte in einem spektakulären Noteinsatz bei Dunkelheit und Sturm die Blechbahnen. Weiterhin bestand Gefahr für das Kirchendach, aber auch eine Gefährdung der Gläubigen war nicht mehr auszuschließen. Das Baureferat im erzbischöflichen Ordinariat hatte ein Gerüst aufstellen lassen, um die Kirchenbesucher zu schützen.

Ein Dachdeckermeister, ein Statiker und der Gutachter der Versicherung begutachteten die Schäden. Die Dacheindeckung war durch Stürme und die Bewitterung mehrerer Jahrzehnte dringend zu sanieren. Von den Nägeln, mit denen die Bleche befestigt waren, waren nur noch die Stifte da oder die Löcher in den Blechen waren so weit geworden, dass die Nägel nicht mehr hielten. Die Bleche hatten deshalb Spiel und die Schäden wurden größer.

Neben den Schäden am Dach fanden die Experten weitere Schäden: Balken waren teilweise angefault. Der Turmhelm hatte sich deshalb bewegt und drückte auf das Turmgesims, das sich dadurch auch gelockert hatte. Mauerteile drohten deshalb herunterzufallen.

Die Sanierung ist abgeschlossen: Das Mauergesims wurde neu aufgemauert, die Mauerbalken ausgetauscht. Die Kupferbleche wurden abschnittsweise erneuert, der Turm neu gestrichen. Die Weltkugel und das Turmkreuz wurden neu vergoldet.

Am Ende der Arbeiten wurde dann in einer Feier das Turmkreuz gesegnet und dann im Beisein der Gemeinde zusammen mit der Weltkugel auf dem Kaiserstil montiert. In die Weltkugel wurden Urkunden, Zeitungen und Münzen unserer Zeit eingebracht.

Die Gesamtkosten sind auf € 210.000 geschätzt. Der Anteil der Pfarrgemeinde St. Michael beträgt € 63.000. Die Eigenleistung stellt die Gemeinde vor große Probleme, weil derzeit € 680.000 für die laufende Sanierung der Pfarrkirche aufgebracht werden müssen. Bis jetzt wurden € 32.000 gespendet. Vielleicht ist die Endabrechnung auch etwas unter den Schätzungen. Es bleibt ein großes Loch, das in den nächsten Jahren durch Sammlungen und Aktionen geschlossen werden muß. Sehr herzlich bittet wir Sie um Ihre Hilfe, damit die Schulden abbezahlt werden könne. Spenden sind beim Finanzamt abzugsfähig! Bitte überweisen Sie auf das Sonderkonto 40 214 45 57 Liga-Bank BLZ: 75090300 oder geben Sie Ihre Spende im Pfarramt, Josephsburgstrasse 24 ab.

Allen Spendern jetzt schon ein herzliches „Vergelt´s Gott

Sept. 06

Die Gerüste werden abgebaut.

 Feierlicher Einzug in die Baustelle.

Ab dem Patrozinium sind die Sonntagsgottesdienste wieder in
St. Michael.

 „Die Arbeiten an der Raumschale sind weitgehend fertig.. Lediglich die Sockelzone bleibt noch eine Baustelle, weil dort das Gerüst ein sinnvolles Arbeiten sehr erschwert.“ Diese Antwort auf die Frage nach dem Stand der Arbeiten erfreute alle Teilnehmer bei der großen monatlichen Baubesprechung. Der Ausbau der Gerüste geht zügig voran und wird bis zum Patrozinium abgeschlossen sein.

 Immer mehr von den Deckenfresken und der Raumschale ist schon jetzt zu sehen. Eine liebenswürdige Dame konnte ihre Freude über die Pracht gar nicht fassen:“ Daß ich das noch erleben darf, dass die Kirch wieder so schön ist!“ Beim Patrozinium können sie sich auch über die strahlenden Farben freuen.

 Der Festgottesdienst beginnt um 10.30. Der Kirchenchor singt die Jugendmesse von Joseph Haydn. Für Kinder ist während des Wortgottesdienstes ein eigener Kinderwortgottesdienst in der Emmauskapelle. Direkt nach dem Gottesdienst ist wieder die traditionelle Prozession. Für das leibliche Wohl sorgt eine eigene Gruppe, die wieder vom Holzkohlengrill Steckerlfische, Halsgrat und Schweinswürstel aber auch Kaffee und Kuchen anbietet.

 Nach dem Film können Sie um 14.00 an einer Kirchenführung teilnehmen oder dann um 15.00 einem Bläserensemble lauschen. Der Bücherflohmarkt mit vielen Raritäten hat durchgehend geöffnet. Die Vesper bildet dann um 16.00 den Abschluß des Festtages.

 Die überregionale Bedeutung unserer Pfarrkirche St. Michael wird auch jetzt wieder deutlich. Der bayerische Rundfunk hat für sein 3. Programm gleich 2 Beiträge aufgenommen. Unter dem Titel: Der Himmel über Berg am Laim wird er in der Reihe zwischen Spessart und Karwendel die Renovierungsarbeiten an diesem Kleinod des Rokoko zeigen. Voraussichtlicher Termin: Samstag, 30.9.06 zwischen 18.05 und 18.45.

 Beim Patrozinium ist um 13.00 in St. Michael die Uraufführung einer Sendung über Johann Michael Fischer geplant, die dann um Ostern ebenfalls im dritten Programm zu sehen sein wird.

 In die große Freude über den guten Fortgang der Renovierungsarbeiten mischt sich leider auch ein bisserl Wehmut, weil die endgültige Fertigstellung der Kirche noch auf sich warten lässt. Nach dem Ausbau des großen Gerüstes werden dann anschließend noch der Hochaltar und die 6 Seitenaltäre renoviert. Dazu werden dann wieder kleine Gerüste nur um die jeweiligen Objekte aufgestellt.

 Mancher Leser wird sich fragen, warum man das nicht jetzt gleich mitmacht. Nun, ein Gerüst dieser Größe bringt beim Ausbau auch eine gewisse Staubbelastung mit sich, außerdem kann ein kleines Gerüst speziell auf die Bedürfnisse der Restauratoren zugeschnitten werden und die Standzeit des großen Gerüstes wird nicht unnötig verlängert. So lassen sich auch Kosten einsparen und optimale Ergebnisse erzielen.

 Selbstverständlich werden die Bänke nicht vergessen. Doch erst nach dem Gerüstausbau ist hier eine Renovierung sinnvoll. Dabei gibt es auch neue Polster auf den Kniebänken!

 Die Nebenräume, die Sakristei und die Emmauskapelle werden dann zuletzt angegangen.

Nach den Restarbeiten im Innenraum, die im Jahr 2007 fertig werden sollen, wird soll dann 2008 die Westfassade angegangen werden. Dort sind größere Schäden durch Wind und Wetter, aber auch durch Tauben.

 Die Finanzierung der Eigenleistung macht gute Fortschritte. Von den 680.000 Euro Eigenleistung ist fast die Hälfte beisammen! Dieses Engagement macht deutlich, wie vielen Menschen St. Michael viel bedeutet, weil es Heimat geworden ist. Dies ist gerade in unseren Zeiten sehr wichtig, weil bei allem materiellen Wohlstand manche Sorgen bleiben und drücken. Für den Schulabschlussgottesdienst hat ein Kind eine Fürbitte gemacht: „Ich bitte für meine Mama, die uns verlassen hat.“ Es gibt viele gründe, ein Licht gegen die Dunkelheit in St. Michael zu entzünden. Die vielen brennenden Kerzen künden davon.

 Der Weg ist noch weit! Sie sind gefragt. Auch weiterhin bittet die Kirchenverwaltung Sie um Ihre Hilfe, damit dieses Kleinod wieder in altem Glanz erstrahlen kann: Bitte überweisen Sie auf das Sonderkonto 302144557 Liga-Bank BLZ: 75090300 oder geben Sie Ihre Spende im Pfarramt, Josephsburgstrasse 24 ab.

26. Juni 06

St. Michael:

Am 25. Juni fand die hoffentlich letzte Baustellen-führung in St. Michael statt, denn die Gerüste werden nun schrittweise abgebaut. Über hundert Interessierte - mehr als drei Viertel davon waren das erste Mal dabei - fanden sich ein, und brachten den Mut auf, auf das Gerüst zu steigen, um sich aus nächster Nähe über den Stand der Renovierungsarbeiten zu informieren.

In der Einführung wurden zunächst die Stufen der bisherigen Renovierungs-tätigkeiten, und die dabei erst schrittweise zutage tretenden Besonderheiten dargestellt und wie man auf die dabei auftretenden Probleme reagiert hat. So konnte man einen Eindruck gewinnen, auf welche - sicherlich interessanten Fragestell-ungen - Restauratoren gefasst sein müssen, wenn sie sich mit einem so hochkarätigen Kunstwerk wie  St. Michael  beschäftigen müssen. Gleichzeitig beeindruckte aber auch der Respekt, der bei allen Beteiligten vor der Arbeit der Künstler und vor dem geschaf-fenen Kunstwerk besteht. So konnte man den Ausführungen auch entnehmen,  welche Anstrengungen unternommen wurden und werden, um die originale Bausubstanz, wo immer möglich, zu erhalten bzw. zu sichern.


Bei allem Respekt vor dem technischen und restauratorischen Können, wurde aber auch daran erinnert, dass St. Michael selbst als Baustelle "heiliger Boden" ist. In dieser Kirche, in der im Laufe der Zeit so viele Menschen Zuflucht und Trost gesucht und gefunden haben, in der Kinder getauft, zur Erstkommunion gegangen sind, gefirmt wurden, sich das "Ja-Wort" gegeben haben und in der man der Toten gedenkt. Es wurde in beeindruckender Weise deutlich, welchen Wert ein Gotteshaus wie unsere St. Michaelskirche für Menschen darstellt und wie Menschen, die von Kindheit an in und mit dieser Kirche gelebt haben, dies fühlen und auch öffentlich äußern. Gerade dieses "Heimatgefühl" diese Zuneigung zu den inneren Werten eines Gotteshauses - selbst wenn es z.Zt. eine Baustelle ist - beeindruckte bei dieser Einführung vielleicht besonders, weil an diesem Tag die Gemeinde das Fronleichnamsfest feierte und damit für alle sichtbar auch für ihren Glauben öffentlich eintritt.

Danach hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, die vielen Stufen hochzusteigen, um die Fresken, Skulpturen und Ornamente aus nächster Nähe zu besichtigen. Auch hier gelang es den beiden Referenten - Hr. Strauss und


Hr. Zajonz - nicht nur auf die technischen und künstlerischen Besonderheiten hinzuweisen, sondern immer auch wieder den religiösen Bezug zum Dargestellten herzustellen.

Einstimmige Meinung aller Beteiligten am Ende der Führung - es war ein einmaliges Erlebnis!

--------------------

St. Stephan:

Der Turm ist eingerüstet und die Arbeiten haben begonnen. Erfreulich ist die große Zahl an Berg-am-Laimern, die sich in eine Urkunde eingetragen haben, welche in die Weltkugel an der Spitze des Turmes eingelassen werden wird. Mit ihrem Namen und ihrer Unterschrift haben sie somit ihre Verbundenheit mit St. Stephan demonstriert und gleichzeitig damit auch einen Beitrag zur Renovierung der Turmhaube geleistet. Allen Spendern sei auch von dieser Seite gedankt.

Im der Weltkugel des Turmes wurde auch ein Gefäß gefunden, in dem sich Dokumente befanden, die von der letzten Turmerneuerung stammen. Diese Dokumente stammen aus dem Jahr 1903 (?) und können hier eingesehen werden (bitte klicken). In ihnen wird nicht nur über die Tätigkeiten des Jahres 1903 berichtet, sondern es wird auch auf frühere Renovierungen wie folgt verwiesen:

  • Kirchenrenoviation 1511

  • Kirchenrenoviation 1888

  • Sakristei-Anbau 1813

Des Weiteren war ein Zeitungsausschnitt beigelegt, der hier abgerufen werden kann (bitte klicken), der vom 17. Juni (vermutlich 1903) stammt und in dem folgende Themen behandelt werden:

  • Die Krankheit des Papstes

  • Zum X. Deutschen Turnfest in Nürnberg

  • Heer und Flotte

  • England

  • Rußland

  • Amerika

4. Juni 06
Pfingsten

St. Michael in alter Pracht

Renovierungsarbeiten schreiten gut voran.
Zum Patrozinium sollen die Hauptarbeiten fertig sein. Bericht von der großen Baubesprechung.

 „Die Weißflächen sind bis zum Kranzgesims fertig, bei den Marmorierungen sind auch schon wesentliche Teile abgeschlossen, das Fries ist im Altarraum und im Chor abgeschlossen, die restlichen Flächen werden in den nächsten Monaten fertig. Lediglich die Sockelzone bleibt noch eine Baustelle, weil dort das Gerüst ein sinnvolles Arbeiten sehr erschwert.“ Diese Antwort auf die Frage nach dem Stand der Arbeiten erfreute alle Teilnehmer bei der großen monatlichen Baubesprechung.

Mit viel Engagement werden bei dieser Besprechung alle anstehenden Fragen besprochen, weil sehr oft einfache Antworten nicht möglich sind. So wurde zum Beispiel über die Frage des stimmigen Farbtons in den Kartuschen diskutiert: „ Der Rotton müsste etwas kühler werden, ich würde etwas mehr Malte beimischen, aber nicht als Pulver sondern körnig.“ Muß das sein, fragt sich mancher Leser. Doch später sollen die Farben möglichst der Orginalfassung entsprechen, in sich stimmig sein und ein gutes Gesamtbild ergeben.

Manche Schäden werden aber nicht ganz zu sanieren sein: Ein Balken des Dachstuhls hat auf das Gewölbe gedrückt und dabei eine Verformung hinterlassen, deren Reparatur weitere Schäden verursachen würde. Deshalb hat man sich entschlossen, die Situation insgesamt zu konsolidieren und mit dem Schaden zu leben.

Wenn alles weiter nach Plan läuft werden so schon im Herbst die Gerüste entfernt werden können. Anschließend sind dann noch der Hochaltar und die 6 Seitenaltäre zu renovieren. Dazu werden dann wieder kleine Gerüste nur um die jeweiligen Objekte aufgestellt.

Mancher Leser wird sich fragen, warum man das nicht jetzt gleich mitmacht. Ein Gerüst dieser Größe bringt beim Ausbau auch eine gewisse Staubbelastung mit sich, außerdem kann dann das kleine Gerüst speziell auf die Bedürfnisse der Restauratoren zugeschnitten werden und die Standzeit des großen Gerüstes wird nicht unnötig verlängert.

Nach den Restarbeiten im Innenraum, die im Jahr 2007 fertig werden sollen, wird soll dann 2008 die Westfassade angegangen werden. Dort sind größere Schäden durch Wind und Wetter, aber auch durch Tauben.

Die Finanzierung der Eigenleistung macht gute Fortschritte. In den letzten 20 Monaten wurden 310.000 Euro aufgebracht. Dazu beigetragen haben die Barmherzigen Schwestern, die die Patenschaft über das Fresko über dem Hochaltar und für die Renovierung des Hochaltars übernommen haben. Über 250 Patenschaften haben inzwischen Freunde von St. Michael aus der näheren und weiteren Umgebung übernommen.

Der Weg ist noch weit! Sie sind gefragt. Auch weiterhin bittet die Kirchenverwaltung Sie um Ihre Hilfe, damit dieses Kleinod wieder in altem Glanz erstrahlen kann: Bitte überweisen Sie auf das Sonderkonto 302144557 Liga-Bank BLZ: 75090300 oder geben Sie Ihre Spende im Pfarramt, Josephsburgstrasse 24 ab.

 

27. April 06

St. Michael

Die Innenrenovierung in St. Michael ruht - neue Schäden am Gewölbe.
Alle Patenschaften für Zentralraum sind gezeichnet.
100 Felder im Ritterordensraum warten auf Paten.
Carl Orff: Die Bernauerin 12.5.06 - 19.00 Altenheim

Bei den Bauarbeiten wurde auch Schutt aus den Gewölbezwickeln entfernt. Darunter kamen verfaulte Dachsparren zum Vorschein. Ursache ist eine innen liegende Regenrinne, die das Regenwasser vom Turm in einen Wasserkasten abgeleitet. Diese Rinne war noch aus Holz und verfault. Das Wasser wurde nicht mehr vollständig in den Wasserkasten geleitet.

Die Arbeiten an der Raumschale müssen derzeit ruhen, weil wegen der niederen Temperaturen die Farbe nicht fachgerecht verarbeitet werden kann. Nach Ostern hoffen wir auf schönes Wetter, damit dann die restlichen Arbeiten an der Raumschale fertig gestellt werden können.

Die nächste öffentliche Baustellenführung wird am Sonntag, 25.6.06 sein. An diesem Tag feiern wir am Vormittag Pfarrfronleichnam, mit einem Festgottesdienst auf dem Kirchen-vorplatz, anschließender Prozession nach St. Stephan.

Derzeit werden in vielen Gesprächen Ausstattungsfragen geklärt. Dabei geht es z.B. um neue Polster für die Kniebänke, aber auch um die Heizung oder die Lautsprecheranlage.

300.000 Euro sind auf dem Konto!

Alle Felder des Deckenfreskos im Zentralraum haben ihre Paten, die barmherzigen Schwestern haben die Patenschaft für den Altarraum übernommen. Auch im Ritterordensraum sind schon 30 Felder belegt, aber noch sind wir nicht am Ziel.

Ein besonderer Höhepunkt wird sicher die Bernauerin von Carl Orff, vorgetragen von dem großen Orffinterpreten Pfarrer Rupert Rigam, sein. Bei den barmherzigen Schwestern dürfen wir an diesem Abend wieder Gäste in ihrem großen Saal sein

Kirchturm St. Stephan

Im Herbst 2004 lösten sich bei einem starken Herbststurm Bleche von der Turmabdeckung und drohten herab zu fallen. Experten begutachteten die Schäden. Das Dach ist durch die Stürme einiger Jahrzehnte sehr abgenutzt.. Die Bleche haben Spiel und lockern sich rasch weiter.

Neben den Schäden am Dach fanden die Experten weitere Schäden: Balken sind teilweise angefault. Der Turmhelm hat sich deshalb bewegt und drückt auf das Turmgesims, das sich auch gelockert hat. Mauerteile können deshalb herunterfallen. Das Baureferat im erzbischöflichen Ordinariat hat ein Schutzgerüst aufstellen lassen.

Eine größere Reparatur ist unumgänglich. Der Turmhelm muss komplett erneuert werden, teilweise müssen auch einige Tragbalken ausgetauscht werden, das Gesims muss neu aufgemauert werden. Die Baukosten von 210.000 Euro ist zu rechnen. Die Eigenleistung der Pfarrgemeinde St. Michael beträgt 63.000 Euro. 2006 wird die Reparatur durchgeführt.

Das Turmkreuz von St. Stephan wurde 1990 durch Blitzschlag zerstört. 1991 wurde durch die Kunstschmiede Bergmeister in Ebersberg nach altem Vorbild ein neues Turmkreuz geschaffen. Das Kreuz ist ein sogenanntes „Lichtkreuz.“ Das Licht der Auferstehung strahlt durch das Leid des Kreuzes hindurch.Oben, am aufrechten Balken, ist ein Stern angebracht: „Christus, das Licht.“ Das Kreuz, Zeichen für Christus und unseren Glauben thront auf der Weltkugel: Christus, Herr der Welt.

Turmkreuze sind der krönende Abschluß von vielen Kirchturm -spitzen. Nach altem Brauch waren sie vergoldet. Im Rahmen der Arbeiten am Kirchturm soll dies nun auch geschehen.

Auf einer großen Urkunde sollen auch möglichst viele Berg am Laimer unterschreiben und so ihre Verbindung mit St. Stephan zum Ausdruck bringen. Zusammen mit Zeitdokumenten (Kirchenzeitung mit der Papstwahl Benendikt XVI , Münzen …) soll sie, in einer Kassette eingelötet, dann in der Weltkugel ihren Platz haben.

Gott sei Dank gibt es schon einige Initiativen zur Erhaltung des Kirchturms. Jeweils am ersten Sonntag im Monat ist die Kollekte in St. Stephan speziell für den Kirchturm.

Durch einige Eigenleistungen werden gute Geister aus der Gemeinde auch einen Beitrag mit ihren Händen erwirtschaften. Es bleibt ein großes Loch, das durch Spenden aufgebracht werden muß.

Die Kirchenverwaltung bittet Sie ganz herzlich weiterhin um ihre Unterstützung:

  • wenn Sie sich für die Renovierung von St. Michael engagieren wollen auf das Sonderkonto 302144557 Liga-Bank BLZ: 75090300
     

  • und wenn Sie uns beim Turm von St. Stephan unterstützen möchten
    auf das Konto 40 2144557 Liga-Bank BLZ: 750 903 00
     

  • oder geben Sie Ihre Spende im Pfarramt, Josephsburgstrasse 24 ab.